Wie ist es, wenn eine Einsatzkraft mit Einsatzkleidung in Wasser fällt?

Damit unsere Helfer auf einen solchen Fall vorbereitet sind, wurde ein Dienstabend ins Freischwimmbad in Steinau verlegt. Hier durften wir nach Saisonende mit Einsatzkleidung ins Wasser.

Andreas Hartmann (Kamerad der FFW Steinau und Rettungsschwimmer) leitete die Ausbildung an der auch Helfer des THW Gelnhausen teilnahmen. Als die teilnehmenden Helfer im Wasser waren, zeigte Andreas wie wir einen Kameraden, welcher ins Wasser gefallen ist, auch wieder herausbekommen. Nachdem alle in voller Montur ein paar Bahnen gezogen hatten, ging es zum Sprungturm. Das hier der Spaß nicht zu kurz kam, versteht sich von alleine. Im Becken des Sprungturmes wurde der Wasserpegel gesenkt, damit auch das Retten einer Person, welche unter dem Rand bzw. eines tieferen Wasserpegels liegt, geübt werden konnte.

Vielen Dank an Andreas Hartmann und Frank Schittrigkeit

Am letzten Übungsabend hieß es: „Person in Baugrube unter einem Bagger.“ Vor Ort stellte sich heraus, dass ein Arbeiter mit einem Minibagger damit beschäftig war eine Grube auszuheben. Dabei wurde er bei einem festsitzenden Stein, da er auf dem Sitz nicht gesichert war, Kopfüber in die Grube geschleudert.

Um den Arbeiter sicher retten zu können, musste zuerst der Bagger gesichert und aus dem Gefahrenbereich entfernt werden. Zeitgleich wurde ein Verbau vorbereitet, welcher das Einstürzen der Baugrube verhinderte. Nachdem die Grube gesichert war, konnte der Arbeiter sicher aus der Grube herausgeholt werden. Wir bedanken uns bei der Firma Seipelt für die Leihgabe des Baggers.

Am Wochenende bauten wir eine Behelfsbrücke über die Kinzig in Schlüchtern. Da die Brücke hinter der Freiwillige Feuerwehr Schlüchternschon seit längerem fehlt, kamen die Kameraden der FFW Schlüchtern auf uns zu und fragten, ob es möglich wäre eine Brücke hier zu errichten. Am Samstag und Sonntag wurden in Schlüchtern die Stadtmeisterschaften der Feuerwehren Schlüchtern ausgetragen und einige Stationen befanden sich am Sportplatz hinter dem Feuewehrgerätehaus.
Somit errichteten wir am Samstag mit unserem EGS (Einsatzgerüstsystem) eine Behelfsbrücke über die 9m breite Kinzig. Insgesammt wurde eine Brücke mit 15m Länge gebaut.

Jährliche Belehrung für Ladekranführer im OV Steinau

Zu der jährlichen Unterweisung der LKW-Ladekranführer im Geschäftsführerbereich Gelnhausen trafen sich Helferinnen und Helfer aus den THW-Ortsverbänden Erlensee und Steinau am 04.06.2016 im Ortsverband Steinau.

LKW-Ladekranführer müssen nach den gültigen Vorschriften jährlich unterwiesen werden, um die Befähigung zum Führen von LKW-Ladekranen zu behalten. Nach einer Theorie-Einheit, in der wichtige theoretische Grundlagen wiederholt wurden, hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, in einer Praktischen Übung den Umgang mit einem Fassheber zu Trainieren.

Mit dieser Belehrung haben die Kranführer ihre Einsatzfähigkeit fürs nächste Jahr sichergestellt.

Gemeinsam kamen die Mitglieder des Technischen Hilfswerkes (THW) Ortsverband Steinau und der DRK-Bereitschaft Schlüchtern zu einer abendlichen Übungen zusammen. Wie der Ortsbeauftragte des Steinauer THW Holger Kreile erklärte, wussten seine Mitglieder nicht von der Übung. Die Einsatzkräfte wurden über SMS und per Anruf informiert. Nach dem die Kräfte an der Unterkunft eingetroffen waren wurden der Gerätekraftwagen und ein Mannschafttransportfahrzeug besetzt. Mit 13 Einsatzkräfte rückte man unter Einsatzleiter David Remin in die Steinauer Gemarkung Weinberg aus. Hier hatte ein dortiger Bewohner gemeldet das Personen, die mit einem Fahrzeug unterwegs waren sich verletzt hätten. Allerdings war die genaue Einsatzstelle unklar, so dass man zuerst eine Personensuche annahm. Nach weiteren Informationen wurde schließlich auf einem parallel verlaufenden Feldweg zur Bahnlinie Fulda-Frankfurt ein PKW gefunden, der auf dem Dach in einer Böschung hing. Die Einsatzstelle wurde ausgeleuchtet und das Fahrzeug vor dem Abrutschen gesichert. Eine weibliche Person befand sich außerhalb des Fahrzeuges und konnte zuerst von THW-Mitgliedern betreut werden. Mit fünf Kräften rückten die ehrenamtlichen Helfer der DRK-Bereitschaft Schlüchtern an, um die Versorgung der Verletzten Person vorzunehmen. Weiterhin befand sich eine Person in Form einer Puppe im Fahrzeug. Die Person außerhalb des Wagens wurde in eine Schleifkorbtrage gelegt und die Böschung hinauf gezogen, wo sie die Rotkreuzhelfer weiter versorgten. Mittelweile wurde das Fahrzeug mit einem hydraulischen Spreizer geöffnet, so dass die Person im Wagen ebenfalls gerettet wurde. Des weiteren war noch ein Kind vermisst, das von den THW-Kräften an einem nahegelegenen Haus sitzend gefunden wurde. Im Anschluss kamen die Übungsteilnehmer zu einer Nachbesprechung und einem kleinen Imbiss an der THW-Unterkunft zusammen. Holger Kreile lobte die gute Zusammenarbeit mit DRK und hob das freundschaftliche Verhältnis mit der DRK-Bereitschaft Schlüchtern hervor

   
   
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