20130420 Grundausbildung

 

Und wieder haben zwei von uns bewiesen das die Ausbildung in der Jugendgruppe eine gute Vorbereitung auf die Prüfung ist.

 

Herzlichen Glückwunsch an unsere beiden Kameraden!

 

Schrott, Scherben und viel Blau

 

Künzell (thw). Nach Feierabend geht es im Künzeller Gewerbegebiet an der Philipp-Reis-Straße
eigentlich etwas ruhiger zu. Das aber änderte sich am Mittwochabend: Zahlreiche Großfahrzeuge
des Technischen Hilfswerks (THW) mit Blaulicht und Martinshorn machten sich auf den Weg zum
Firmengelände der Karosseriebaufirma Leibold. Dort hatte Juniorchef Florian Johannes, im
Ehrenamt Gruppenführer der 1. Bergungsgruppe des THW-Ortsverbandes Fulda, mit etlichen
Mitstreitern ein Übungsszenario für eine Alarmübung vorbereitet.

„Wir veranstalten im Technischen Hilfswerk regelmäßig Alarmübungen für unsere taktischen
Einheiten, um deren Einsatzbereitschaft und Ausbildungsstand zu prüfen“, so Stefan Merten,
Geschäftsführer des THW für Osthessen. „Zudem stellen diese praktischen Übungen auch eine
nicht zu unterschätzende Motivation für unsere Helferinnen und Helfer dar. Sie können ihr Können
in einem realistischen Szenario beweisen.“

Diesmal ‚traf‘ die Alarmierung die THW-Ortsverbände Neuhof (Landkreis Fulda) und Steinau an der
Straße (Main-Kinzig-Kreis). Von dort wurden die Zugtrupps und die 1. Bergungsgruppen, aus
Neuhof zudem die Fachgruppe Beleuchtung, nach Künzell beordert. Auftrag: Unterstützung der
Feuerwehr bei der Bergung von Verletzten nach einer Explosion auf dem Firmengelände.
Beobachter der Übungsleitung erwarteten die Einsatzkräfte bereits bei der Anfahrt auf dem Gelände
ihrer Ortsverbände. „Der erste Helfer war bereits zwei Minuten nach Alarmierung am Ortsverband“,
stellte der stellvertretende Übungsleiter, Zugführer Marco Fölsing vom THW-Ortsverband
Lauterbach, zufrieden fest. So waren die ersten Einsatzkräfte aus Neuhof auch bereits nach weniger
als 30 Minuten nach der Alarmierung am Übungsort in Künzell – trotz einer Entfernung von 16 km.
„Auch der Ortsverband Steinau an der Straße war sehr zügig vor Ort – trotz einer erheblich weiteren
Entfernung“, resümierte Übungsleiter Henning Benecke, Zugführer des THW-Ortsverbandes
Wächtersbach.

Als Übungsszenario erwartete die Einsatzkräfte THW die fachgerechte Rettung von vier „Verletzten“
(dargestellt von Übungspuppen) aus schwierigen Situationen: So musste eine „Person“ unter
schwerem Atemschutz aus einer Montagegrube und eine weitere unter dem Zwillingsreifen eines
durch die Explosion herumgeschleuderten Lkw gerettet werden – und das so schonend, dass
weitere Verletzungen vermieden wurden. Zwei weitere „Patienten“ erwarteten die Helferinnen und
Helfer auf einem Überseecontainer und in einem völlig zerstörten Pkw, der unter einen
Sattelauflieger gequetscht war. „Der Pkw wurde von der Firma Leibold fachgerecht für den Einsatz 

vorbereitet, nachdem wir die Puppe darin platziert haben“, so Merten. „Davor hatte das Fahrzeug
kaum ein paar Schrammen.“ Nachdem das Fahrzeug für die Übung präpariert und unter den
Sattelauflieger verbracht worden war, ähnelte es eher einem Metallklumpen. „Schrott und
Scherben“, kommentierte dies ein THW-Helfer, der mit seinen Kameradinnen und Kameraden das
Fahrzeug fachgerecht aus der Situation befreite, um den „Insassen“ retten zu können.

„Wir konnten eine sehr gute Zusammenarbeit beobachten“, so Stefan Merten. „Wieder einmal hat
sich auch gezeigt, dass die einheitliche Ausbildung im THW im Einsatzgeschehen erhebliche
Vorteile mit sich bringt.“ Eine kleinere Mängel wurden mit den Zugführern und der Helferschaft in der
Nachbesprechung erörtert. „Übungen dienen dazu, Schwachstellen aufzuzeigen, um sie für die
Zukunft abstellen zu können“, erläutert Merten. „Positiv war, dass viele der Mängel den
Einsatzkräften selbst aufgefallen sind und behoben wurden.“

Gegen 21 Uhr konnte Übungsleiter Henning Benecke die Übung beenden, so dass die Einsatzkräfte
nach dem Rückbau der Einsatzstelle ihren wohlverdienten Feierabend antreten konnten. Insgesamt
waren 35 THW-Kräfte vor Ort. Acht Beobachterinnen und Beobachter verfolgten das Geschehen
und werden ihre Erkenntnisse nun zusammentragen und auswerten.

Ein großer Dank seitens des THW gebührt der Firma Josef Leibold Karosserie- und Fahrzeugbau
GmbH in Künzell, die nicht nur das Übungsgelände, sondern auch mehrere Fahrzeuge für die
Übung zur Verfügung gestellt hat.



zu finden im Picasaalbum:
Fotos: © THW Osthessen, Christian Sauer

DSCN3558Mit einer Alarmübung rechnet schon einige in den nächsten Tagen, da das Wort in den letzten Tagen öfter im Ortsverband fiel. Aber dass es doch so schnell sein sollte, damit rechnete keiner. Selbst unser OB war überrascht, als sein Handy klingelte und unser Zugführer die Worte "Alarmübung jetzt" aussprach. Sogleich veranlasste er die Alarmierung über den SMS Server, denn hiermit sollte einmal getestet werden wie viele Helfer wir auf diesem Alarmierungsweg erreichen. Nach circa 25 Min. konnte der MTW zur Erkundung ausrücken, nach weiteren 10 Min. konnte die erste Bergung und die Fgr. Räumen den Hof verlassen. Als Szenario bereitete unser Zugführer ein durch die Luft geschleudertes Fahrzeug nach einer Hausexplosion vor, unter dem eine Person eingeklemmt war. Nach Erkundung der Lage konnte die Bergung der verunglückten Person erfolgen, im Anschluss wurden durch die Fgr. Räumen die Trümmer beseitigt und das Fahrzeug zur Sicherstellung für die Polizei auf das THW Gelände verbracht.

Im Anschluss bei der Nachbesprechung lobte unser Zugführer den reibungslosen Ablauf, einzig nur die Alarmierung über SMS empfanden wir als nicht zweckmäßig, da hiermit nur 50% der Helfer erreicht wurden. Beim nächsten Mal wird wieder mit Piepser und SMS alarmiert. 

Vielen Dank an die Firma Seipelt für die zu Verfügungstellung des Firmengeländes.


Verletzenbergung in Steinau

 

Auf dem nassen Gras ausgerutscht und in den Mühlbach gestürzt. Dies war die Meldung die unseren Einsatz einleitete.

 

Vor Ort angekommen, wurde der Mühlenbesitzer gesucht und im Mühlbach bewustlos aufgefunden. Zwei Helfer im Wasser konnten die verunfallte Person auf die Trage verbringen, die dann anschließend aus der Gefahrenzone gezogen wurde. Aufgrund der Strömung waren die Sicherungsleinen wärend der gesamten Rettung an Helfer und Ausrüstung unabdingbar.

 

 

15.03.13Am Freitag den 15.03.13 stand Stiche, Bunde, Knoten auf dem Ausbildungsplan. Doch bevor man mit der Ausbildung beginnen konnte kam eine aufgeregte Frau ins THW gelaufen. Sie redete von ihrem vermissten Freund der am späten Nachmittag zur Wertstoffannahme am Bauhof gegangen sei und seit dem nicht mehr aufgetaucht ist. Sie habe den Weg schon ein paar mal abgelaufen, und ans Handy ginge er auch nicht.

Nachdem dies geklärt war, konnte er sich wahrscheinlich nur noch auf dem Bauhofgelände befinden. Sogleich wurde der GKW aus der Halle geholt und man fuhr mit der Frau zum Bauhof. Hier startete Gruppenführer Remin eine Suchaktion, welche schnellen Erfolg hatte. Die vermisste Person lag im Altpapier Container.

Schnell wurde eine Leiter in den Container gestellt damit ein Helfer sich um den Bewusstlosen kümmern konnte. Nach einer kurzen Lageerkundung wurde sich für eine schiefe Ebene zur Rettung des Mannes entschieden. Neben den Container wurde der mitgebrachte Kipper als Podest positioniert. Somit konnte der Mann schnell aus dem Container geborgen werden. 

Zugführer Carsten Krämer zeigte sich zufrieden über den Verlauf der Bergung.

   
   
© THW OV Steinau 2016